Innenminister Joachim Herrmann hat heute in
Erlangen im Beisein der Spitzen der bayerischen Hilfsorganisationen und
führender Repräsentanten von Feuerwehr, THW, Bundeswehr und Polizei 40
hochmoderne Krankentransportwagen (KTW) ihrer Bestimmung übergeben.
"Die Beschaffung ist die größte Einzelinvestition Bayerns in den
Katastrophenschutz in den letzten Jahrzehnten. Sie ist Bestandteil
unserer Strategie gegenüber aktuellen Bedrohungslagen, etwa durch
Naturkatastrophen oder terroristische Anschläge. Mit dieser Beschaffung
und dem für die nächsten zehn Jahre beschlossenen Investitionsprogramm
der Bayerischen Staatsregierung für den Katastrophenschutz stärken wir
gezielt unser gesamtes bayerisches Hilfeleistungs- und
Gefahrenabwehrsystem", so Herrmann.
Das Land Bayern habe 27 der 40
Krankentransportfahrzeuge im Gesamtwert von 2,1 Millionen Euro
beschafft. 13 baugleiche Fahrzeuge seien durch den Bund finanziert. Die
Fahrzeuge seien in den letzten Wochen sukzessive bei den
Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter Bund, Bayerisches Rotes Kreuz,
Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst in Dienst gestellt
worden. Bayern habe mit 470.000 Einsatzkräften, darunter 440.000
Ehrenamtlichen, das größte Einsatzpotential in der nichtpolizeilichen
Gefahrenabwehr in Deutschland und sei damit gut auf Bedrohungslagen
vorbereitet. "Dieses enorme Potential, die vorbildliche
Einsatzbereitschaft und die große Leistungsfähigkeit unserer
Einsatzkräfte ist Gewähr für einen effektiven und erfolgreichen
Katastrophenschutz zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger. Es liegt
mit sehr am Herzen, dieses starke Netzwerk zu erhalten und weiter
auszubauen", sagte Herrmann. Er betonte, dass der Freistaat Bayern in
den letzten sechs Jahren über 15 Millionen Euro in Fahrzeuge und Gerät
für den Katastrophenschutz investiert habe. "Um auch zukünftig auf
spezielle Einsatzlagen großer Dimension vorbereitet zu sein, ist die
ständige Ergänzung und Verbesserung der Ausstattung auch in den
nächsten Jahren unbedingt erforderlich. Beginnend mit dem
Doppelhaushalt 2009/2010 legen wir deshalb für den Katastrophenschutz
ein bayerisches Investitions- und Beschaffungsprogramm, angelegt auf
die nächsten zehn Jahre, mit einem Volumen von mindestens 40 Millionen
Euro auf", so Herrmann. Damit könne man mehr als 350 Einsatzfahrzeuge,
140 Fahrzeuganhänger, 20 Boote sowie weitere Ausstattungsgegenstände
für Feuerwehren und Hilfsorganisationen beschaffen. "Wir setzen dabei
die Schwerpunkte vor allem dort, wo sich der Bund in Sachen Leistungen
für die ergänzende Ausstattung im Katastrophenschutz zurückgezogen
hat", führte Herrmann aus. So wichtig diese staatlichen Investitionen
seien, so unbezahlbar sei andererseits das ehrenamtliche Engagement der
tausenden von Helfern.

Foto: http://www.brk.de
Abschließend wies er darauf hin, dass die unmittelbare Gefahrenabwehr im Katastrophenschutz in die alleinige Zuständigkeit der Länder falle und im Interesse der Bevölkerung keinesfalls zum Spielball zentralistischer Tendenzen im Bund oder in Europa werden dürfe. In diesem Zusammenhang betonte er auch die nachhaltigen Bemühungen der Bayerischen Staatsregierung für eine praxisgerechte Ausgestaltung des sog. EU-Führerscheins für die Einsatzkräfte: "Seit mehr als einem Jahr bemühe ich mich hier um eine praktikable Lösung, die die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des THW nicht beeinträchtigt. Ich freue mich daher über den Durchbruch, den wir in der letzten Woche erzielen konnten. Eine Sonderfahrberechtigung für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen für den gesamten Bereich des Katastrophenschutzes, also für Feuerwehr, freiwillige Hilfsorganisationen und THW, beseitigt die dringenden Probleme". Er werde jedoch sehr genau darauf achten, dass die Länder hinsichtlich der Anforderungen an die Ausbildung den zugesagten Gestaltungsspielraum tatsächlich bekämen, um in größtmöglichem Umfang unbürokratische und kostengünstige Lösungen für die Einsatzkräfte zu ermöglichen.
Quelle:
http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2009/151.php

Foto: http://www.brk.de
Abschließend wies er darauf hin, dass die unmittelbare Gefahrenabwehr im Katastrophenschutz in die alleinige Zuständigkeit der Länder falle und im Interesse der Bevölkerung keinesfalls zum Spielball zentralistischer Tendenzen im Bund oder in Europa werden dürfe. In diesem Zusammenhang betonte er auch die nachhaltigen Bemühungen der Bayerischen Staatsregierung für eine praxisgerechte Ausgestaltung des sog. EU-Führerscheins für die Einsatzkräfte: "Seit mehr als einem Jahr bemühe ich mich hier um eine praktikable Lösung, die die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des THW nicht beeinträchtigt. Ich freue mich daher über den Durchbruch, den wir in der letzten Woche erzielen konnten. Eine Sonderfahrberechtigung für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen für den gesamten Bereich des Katastrophenschutzes, also für Feuerwehr, freiwillige Hilfsorganisationen und THW, beseitigt die dringenden Probleme". Er werde jedoch sehr genau darauf achten, dass die Länder hinsichtlich der Anforderungen an die Ausbildung den zugesagten Gestaltungsspielraum tatsächlich bekämen, um in größtmöglichem Umfang unbürokratische und kostengünstige Lösungen für die Einsatzkräfte zu ermöglichen.
Quelle:
http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2009/151.php

