Samstag 30.01.2010.Gegen 14:28
Uhr riefen mehrere Spaziergänger
vom Fühlinger See an, die beobachtet hatten, dass ein junger Mann auf dem See
ins Eis eingebrochen war. Die Leitstelle der Feuerwehr Köln alarmierte darauf
hin sofort alle Einsatzkräfte, die für eine qualifizierte Eisrettung notwendig
sind.
Von der Feuerwache Agrippastraße rückte die Taucherstaffel mit 5 Feuerwehrtauchern aus. Zusätzlich
wurde die Löschgruppe Fühlingen der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Rettungsboot,
mehreren Rettungsschwimmern und einem Suchgerät für Personen unter Wasser
entsandt. Auch die DRLG wurde mit einer Einheit für die Eisrettung zur
Einsatzstelle alarmiert. Die Feuerwache Chorweiler rüstete bereits auf der
Anfahrt einen Feuerwehrmann mit einem Rettungsschwimmeranzug aus.
Zur
medizinischen Versorgung rückten ein Rettungswagen, ein Notarzt und ein
Rettungshubschrauber aus. Ein zufällig auf dem Rückflug befindlicher zweiter
Hubschrauber konnte ebenfalls eingesetzt werden, um die Suche der Person auf
oder unter der Eisfläche aus der Luft zu unterstützen.
Eine
aufmerksame Passantin hielt die ersten anrückenden Feuerwehrfahrzeuge auf der
Neusser Landstraße an und lotste sie auf direktem Weg zur Unglücksstelle. Vor
Ort konnten mehrere Spaziergänger die Einbruchstelle im Eis unterhalb einer
Fußgängerbrücke genau zeigen und erklärten den Einsatzkräften, dass eine
männliche Person versucht hatte, einen Hund aus dem Wasser zu retten und dabei
selbst unter Wasser geraten war.
Ein
Feuerwehrmann begab sich sofort mit einer Leine gesichert ins Wasser, um erste
Rettungsversuche zu unternehmen, konnte aber aufgrund der schlechten Sicht unter
Wasser keine Person erkennen. Bei diesem Rettungsversuch konnte jedoch der Hund
in der Nähe des Ufers aus dem Wasser gezogen werden. Er wurde stark verstört,
aber lebend der Eigentümerin übergeben.
Noch
während der ersten Rettungsversuche wurde die Suche nach dem Mann durch
Rettungsschwimmer der Löschgruppe Fühlingen unterstützt. Doch erst mit dem
Einsatz eines Tauchers konnte die Person nach rund 40 Minuten leblos auf dem
Grund des Sees gefunden werden. Aufgrund der schlechten Sicht konnte der
Taucher den leblosen Körper nur ertasten und fand ihn etwa 3 m neben der
ursprünglichen Einbruchsstelle.
Nach der Rettung wurden Wiederbelebungsmaßnahmen im Rettungswagen eingeleitet. Zur klinischen Versorgung wurde der Patient mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Wiederbelebungsmaßnahmen wurden auch auf dem Flug ins Krankenhaus aufrechterhalten.

Ein
Rettungshubschrauber brachte den Verunglückten ins Krankenhaus, wo er am
Nachmittag starb. (Bild: Jasmin)
http://www.ksta.de/html/artikel/1264765670311.shtml
Trotz der
nahezu reibungslosen Rettungskette verstarb der Patient wenige Stunden nach der
Rettung im Krankenhaus. Es ist davon auszugehen, dass der Mann insgesamt etwa
40 Minuten ohne Sauerstoff unter Wasser gelegen hat.
An der Einsatzstelle
waren insgesamt 46 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Köln,
sowie 9 Einsatzkräfte der DLRG eingesetzt. Bei dem Einsatz verletzte sich ein
Feuerwehrmann durch einen Sturz auf schneeglattem Untergrund leicht an der
Hand.
Nach ersten
Infomationen von den Passanten wollte der Verunglückte offensichtlich den Hund
aus dem Wasser retten, weil dieser auf der rund 2 cm dünnen Eisschicht
eingebrochen war. Auch die Freundin des Mannes hatte sich schon zur Rettung des
Hundes bis zur Hüfte ins Wasser begeben, brach aber ihren Rettungsversuch
aufgrund der großen Eigengefährdung ab. Die Freundin wurde vom Rettungsdienst
versorgt und vorsorglich ins Krankenhaus transportiert. Dort wurde sie von
Notfallseelsorgern betreut. Der Verunglückte war 25 Jahre alt.
