BVRD

Berufsverband für den Rettungsdienst e.V.
 
Bruchsaler RTW schwer verunglückt
Geschrieben von red am Freitag, 01. August 2008

aktuelle News

Nach den Feststellungen der Bruchsaler Verkehrspolizei war die Besatzung eines Rettungswagens auf der Grabener Straße (B 35) mit Sondersignalen zu einem Notfall nach Helmsheim unterwegs gewesen. Da sich an der Rot zeigenden Ampel vor der Durlacher Straße (B 3) ein Rückstau gebildet hatte und hier kein Durchkommen war, wechselte der am Steuer sitzende Rettungsassistent auf die Gegenspur. Als Augenblicke später die Lichtzeichenanlage umschaltete, fuhr eine mit ihrem Pkw auf dem Linksabbiegestreifen stehende 25 Jahre alte Lenkerin in die Kreuzung ein. Die Frau gab später an, dass sie das Martinshorn gehört hatte und dem Einsatzfahrzeug Platz machen wollte.
Durch das Manöver kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Rettungsfahrzeug und dem Pkw, wobei der Renault der Frau nach rechts und der Einsatzwagen nach links in Richtung der entgegenkommenden Fahrzeuge abgewiesen wurden.
Glücklicherweise erkannte ein wartender 36 Jahre alter Motorrollerfahrer die Situation derart schnell, dass er sich mit einem Sprung von seinem Zweirad gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Der Rettungswagen überfuhr den Roller und prallte schließlich mit solcher Wucht gegen einen dahinter stehenden Lkw, dass eine auf dem Beifahrersitz mitfahrende Sanitäterin schwer verletzt im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Die 38 Jahre alte Frau wurde nach ihrer Bergung durch die Frewillige Feuerwehr Bruchsal von einem Notarzt erstversorgt und anschließend in eine Klinik eingeliefert. Die aus Waldbronn stammende Pkw-Fahrerin erlitt ebenso wie eine im Rettungswagen mitfahrende 24 Jahre alte Praktikantin leichte Verletzungen. Gleichfalls leichte Blessuren erlitt auch der 37 Jahre alte Lkw-Lenker. 
Neben drei Rettungswagen und dem Notarzt sowie der mit vier Fahrzeugen und
16 Mann angerückten Freiwilligen Feuerwehr waren auch Bedienstete des städtischen Bauamtes im Einsatz. Für sie galt es, ausgelaufene
Schmier- und Kraftstoffe zu beseitigen.
Während der Protokollaufnahme und Aufräumungsarbeiten musste die Unfallstelle bis 08.35 Uhr voll gesperrt und die Fahrzeuge von der Polizei über die Landesstraße 618 umgeleitet werden. Gegen 08.55 Uhr konnten auch die letzten Verkehrsbeschränkungen aufgehoben werden.

Quelle: Polizei und Feuerwehr Bruchsal

mehr und Fotos:http://www.ff-bruchsal.de

sowie: http://www.drk-karlsruhe.de

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