BVRD

Berufsverband für den Rettungsdienst e.V.
 
China: DRK wird Rotkreuz-Hospital ins Erdbebengebiet schicken
Geschrieben von Don am Dienstag, 20. Mai 2008

aktuelle News Angesichts der dramatischen Situation im chinesischen Erdbebengebiet rufen die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dringend zu Spenden auf. Mit zwölf Millionen Euro könnten in den kommenden zwölf Monaten etwa 100.000 Überlebende in der Provinz Sichuan unterstützt werden, teilte die Organisation mit.

Rotkreuz-Präsident Dr. Seiters hat vor vier Wochen dem Roten Kreuz China einen offiziellen Besuch abgestattet und auch die Region Sichuan besucht: "Ich konnte mich bei meinem Besuch von der Leistungsfähigkeit unserer Schwestergesellschaft überzeugen. Die einheimischen Rotkreuzhelfer, die seit dem Erdbeben am 12. Mai, Tag und Nacht im Einsatz sind, haben unsere volle Unterstützung verdient. Jede Hilfe, die von dort angefordert wird, werden wir liefern."

Als ersten Schritt stellt das Deutsche Rote Kreuz mit Hilfe des Auswärtigen Amtes 500.000 Euro zur Verfügung. Von dem Geld sollen Hilfsgüter beschafft werden, die aus Zeitgründen direkt in China gekauft werden. Das Geld geht in die Beschaffung von Nahrung und Medikamenten, Zelten, Baumaterial, Werkzeug und Kleidung. Parallel dazu laufen Gespräche mit dem Roten Kreuz in China, ob ein mobiles Krankenhaus von Deutschland aus nach Sichuan gebracht werden soll.  

Mit 20 Millionen Freiwilligen und Mitarbeitern ist das Chinesische Rote Kreuz die nach Mitgliederzahl größte nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften weltweit. Trotz des raschen ökonomischen Aufschwungs besonders in den Küstenprovinzen ist Armut und ein wachsendes Stadt-Land-Gefälle in China weit verbreitet. Zahlreiche Naturkatastrophen wie das Erdbeben vom 12. Mai, aber auch Überflutungen, Taifune, Dürren und Schneestürme suchen das Riesenreich immer wieder heim.

"Im Ernstfall hat man einfach keine Zeit zu verlieren. Mit mobilen Krankenhäusern können wir den Menschen helfen, wo die Not am größten ist. Egal ob sie sich in Ruinen, in der Wüste oder in den Bergen befinden", sagt Dr. Johannes Richert vom Katastrophenschutz des DRK. Innerhalb von 72 Stunden kann das Deutsche Rote Kreuz ein mobiles Krankenhaus in Katastrophengebiete transportieren und in Betrieb nehmen. Das Krankenhaus gewährleistet die Behandlung von über 200.000 Kranken und Verletzten.

Um den Menschen in China weiter helfen zu können, ist das Rote Kreuz dringend auf Spenden angewiesen

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Konto: 41 41 41
Stichwort: China

http://www.drk.de

http://www.rotkreuzmagazin.de
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