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ERDBEBEN IN HAITI (1): humedica-Ärzteteam unterwegs (A) + Team angekommen (B)
Geschrieben von Don am Freitag, 15. Januar 2010

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ERDBEBEN IN HAITI: humedica-Ärzteteam unterwegs in Katastrophengebiet

von SRI, 14.01.2010
ARTIKEL A
Gegen 2 Uhr in der Früh am Donnerstag startete das humedica-Team mit dem Ziel Frankfurt am Main. Nach einer Pressekonferenz am Flughafen startete die Maschine gegen 10 Uhr mit Ziel Santa Domingo in der Dominikanischen Republik. Inwieweit der internationale Flughafen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince angesteuert werden kann, ist derzeit unklar, daher war der Umweg über den Nachbarstaat auf der Insel Hispaniola unvermeidlich.

Die Weiterreise ins Katastrophengebiet wurde bereits vom humedica-Hauptquartier in Kaufbeuren organisiert. Per Email erreichten uns bereits erste Rückmeldungen von Mitarbeitern befreundeter Organisationen in Port-au-Prince, die das vermutete dramatische Ausmaß des Bebens bestätigen.

Roberta Anderson von CSI Haiti etwa schrieb: "Wir brauchen dringend Ärzte, die erfahren sind, um auch operative Eingriffe vornehmen zu können. Uns fehlt es an allem, an den einfachsten Mitteln, von Medikamenten ganz zu schweigen: Es gibt keine Schmerzmittel, keine Betäubungsmittel. Langsam bekommen wir auch ein Problem bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser."

In der humedica-Hauptzentrale wurden unterdessen bereits alle Vorbereitungen für ein drittes Ärzteteam getroffen, das Deutschland spätestens am kommenden Montagnachmittag verlassen wird. Darüber hinaus wurden weitere Hilfsgüterlieferungen, insbesondere medizinischer Bedarf, auf den Weg gebracht.

Leider können wir aufgrund unseres aktuellen Kenntnisstandes die Aussagen zahlreicher Experten in den Medien nur unterstreichen, die für Haiti eine Katastrophe mit apokalyptischem Ausmaß konstatieren. Bereits vor dem verheerenden Erdbeben war es schwierig, überhaupt von einer Infrastruktur in den unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens zu sprechen. Heute sind die Menschen in Haiti gelähmt vor Schock, Schmerz und Trauer.

Unsere Einsatzkräfte werden ihr Bestes geben, um nicht nur schnell im Katastrophengebiet anzukommen, sondern dort auch konkret zu helfen. Wir möchten alle Menschen herzlich bitten, uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einer gezielten Spende zu unterstützen.

humedica e. V.
Stichwort „Erdbeben Haiti"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

BITTE SPENDEN SIE AUCH ONLINE. Vielen Dank.

Schätzungen zu Folge sind rund drei Millionen Haitianer vom Erdbeben direkt betroffen; Experten rechnen mit tausenden Toten und noch mehr Verletzten.
Foto: REUTERS/Eduardo Munoz
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ARTIKEL B

Das erste Lebenszeichen unserer Koordinatorin Simone Winneg (Kaufbeuren) aus der Dominikanischen Republik ist positiv: Trotz einiger organisatorischer Schwierigkeiten wurde dem Team eine Einreisegenehmigung erteilt und auch die Abholung auf haitianischer Seite ist bereits organisiert.

Simone Winneg koordiniert gemeinsam mit Dieter Schmidt den Einsatz der sechs medizinischen Kräfte. Foto: humedica/SRI

Simone Winneg schreibt: "Wir stehen an der Grenze zu Haiti. Eine lange lange Reise liegt hinter uns. Am Zoll gab es bisher keine Probleme, wir hoffen, das bleibt auch beim Grenzübertritt nach Haiti so. Wenn das alles klappt, sind wir in etwa einer Stunde in Port-au-Prince.

Es grenzt an ein Wunder, dass wir heute Nacht mit Greg Benson, unserem Kontakt in Haiti, aufnehmen konnten und er an der haitianischen Grenze ist, um ein Team ab zu laden. Bei dieser Gelegenheit werden wir an der Grenze in sein größeres Fahrzeug umsteigen.

Hier in der Dominikanischen Republik waren wir vorhin noch einkaufen: Essen und Wasser ist im Land Mangelware und keiner weiß, wie lange und welche Nahrungsmittel noch zugänglich sind.

In Port-au-Prince werden wir in die Klinik unseres lokalen Partners unsere Zelte (im wahrsten Sinne des Wortes) aufschlagen. Anscheinend gibt es dort schon jede Menge Leute, die sich Hilfe suchend dorthin gewandt haben, aber nun keine Medikamente und medizinische Betreuung haben. Dort hoffen wir noch am heutigen Freitag vielen Patienten helfen zu können.

Bitte geben Sie uns mit einer Spende die Möglichkeit, unsere Arbeit hier zu tun. Vielen Dank.

Ihr humedica-Team Haiti"
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