BVRD

Berufsverband für den Rettungsdienst e.V.
 
Faire Bezahlung in privaten Rettungsdiensten
Geschrieben von Red am Samstag, 22. August 2009

aktuelle News Faire Bezahlung bei privaten Rettungsdienstunternehmen

Es ist keine Seltenheit! Kolleginnen und Kollegen erleben es immer wieder! Sie werden Opfer von profitgierigen Firmenbetreibern und deren Ausführungsgehilfen. Da werden 266 Stunden von einem Rettungssanitäter eines großen privaten Hamburger Rettungs- und Krankentransportunternehmen mit ganzen 1380 EURO netto vergütet. Ebenso wird einem Rettungsassistenten für 174 Stunden Rettungsdienst, Krankentransport und hausärztlichem Notdienst sage und schreibe 1280 EURO auf das Konto gutgeschrieben. Eine ähnliche Situation habe ich persönlich bei einem privaten Dortmunder Rettungsdienst- und Krankentransportunternehmen erlebt. Das ganze für eine Arbeit, bei der es täglich darum geht kranke Patienten sicher zu befördern, Leben zu erhalten und Leben zu retten, unabhängig ob Tag, Nacht, Samstag, Sonntag oder Feiertag. Oftmals ist in solchen Firmen auch das Wort Betriebsrat ein rotes Tuch für den Arbeitgeber. Mitarbeiter, die sich dafür stark machen, werden oftmals mit billigen Taschenspielertricks der Betriebsleitung eiskalt vor die Tür gesetzt.
In den oben erwähnten Fall der beiden unterbezahlten Mitarbeiter, setzt die besagte Firma noch einen drauf: Mitarbeiter werden mit Videofahrzeugen, Kamerainstallationen in Wachen und von Kundenbetreuern während der Arbeit überwacht um ein evtl. Fehlverhalten nachzuweisen und ahnden zu können. Wo ist das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, das mit dem Arbeitsvertrag eingegangen wird? Nachgewiesenes Fehlverhalten der Mitarbeiter kann durch Sanitätsdienste wieder "abgearbeitet" werden. Das alles hört sich nach einer modernen Form von Sklaverei an. Ist es auch ! Zur Ehrenrettung dieser besagten Firma muss ich sagen, das die Firmenleitung versucht durch ein Bonuszahlungssystem ihre Lohnempfänger zu motivieren. Wobei diese Bonuszahlungen auch nur Augenwischerei ist. Die Bonis sind so gering, das sie kaum eine Bewegung auf dem Lohnstreifen ausmachen. Es kann und darf so nicht weitergehen ! Mitarbeiter sollten sich gegen solche mafiösen Methoden wehren! Arbeitgeber sollten lernen, woher und vor allem wodurch sie ihr Geld bekommen. Nämlich durch die Arbeitskraft der Mitarbeiter, die sie tagtäglich ausbeuten. Kein Wunder, das es in dieser Firma eine so hohe Personalfluktuation herrscht! Fast monatlich erscheinen neue Stellenanzeigen dieser Firma in einschlägigen Fachmagazinen und inserieren Zeitarbeitsfirmen für dieses Unternehmen. Dieser Bericht beruht auf eigene Erfahrungen mit diesem Unternehmen. Bei Rückfragen, Kritik oder Anregungen stehe ich unter Rettertom2001@web.de gerne Rede und Antwort !!
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