Karlsruhe. Der DRK Bundesverband,das Generalsekretariat in Berlin, unterstützt dasBestreben des DRKKreisverbandes Karlsruhe, eine bundesweite dreistellige medizinische Notrufnummer einzurichten. Der Kreisvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Kurt Bickel und Kreisgeschäftsführer Jörg Biermann führten zusammen mit dem Präsidenten des DRKLandesverbandes Baden-Württemberg Herrn Dr. Menz und Landesgeschäftsführer Hans Heinz in Berlin ein konstruktives Gespräch mit dem Präsidenten des DRK-Bundesverbandes, Herrn Innenminister a. D. Dr.Seiters und dem Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes Graf Waldburg Zeil.
Alle Beteiligten betonten die Notwendigkeit der Einführung einer solchen medizinischen Notrufnummer, die gerade bei Katastrophen oder Unwettern, wie am Wochenende das Sturmtief Xynthia deutlich machte, Leben retten kann. Auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe wurden die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr mit hunderten von Anrufen „bombardiert“, sodass mögliche medizinische Anrufe auf diesen Telefonnummern in Warteschleifen gelandet wären. Die DRK Vertreter von Bundes-, Landes- und Kreisebene sahen die Wichtigkeit der Einrichtung auch darin bestätigt, dass in 21 von 27 europäischen Ländern bereits eine solche gesonderte medizinische Notrufnummer besteht und diese ja nicht ohne Grund von den Staaten eingerichtet wurde.
Unabhängig hiervon gehen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Bemühungen dahingehend weiter, dass kurzfristig auch auf der Rettungsleitstelle in Bruchsal die neue europäische Notrufnummer 112 abgefragt werden kann. Hierzu wird in absehbarer Zeit eine gemeinsame Erklärung erfolgen, die momentan noch in den Gremien des Stadt- und Landkreises beraten wird.
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