Innerhalb von drei Minuten waren mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes vor Ort. Der Fahrer der Linie 2 Richtung Bahnhof, welcher ca. 80-90 Fahrgäste beförderte, konnte nach ca. einer Stunde aus dem Führerhaus befreit werden. Gegen 13.20 Uhr war auch der zweite Fahrer der Linie S4 in Richtung Marktplatz, mit 40-50 Passagieren, aus dem Unfallwrack befreit. Die leichtverletzten Personen wurden von den Rettungskräften und dem leitenden Notarzt, Dr. Ulrich Krebs vorversorgt und aus den Bahnen in ein Sammelzelt gebracht. Gegen 14.10 Uhr waren alle Verletzte, durch dienachrückenden Rettungsfahrzeuge, in die umliegenden Krankenhäuser verbracht. Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und der Rettungsleitstelle, kam es zu keinem Zeitpunkt zu Problemen mit der Versorgung und der Unterbringung der Patienten. „Trotz des hohen Einsatzaufkommens zu diem Zeitpunkt, lief dieser Einsatz ruhig uns strukturiert ab“, so Jürgen Schlindwein Leiter der Rettungsleitstelle Karlsruhe. Auch der reguläre Rettungsdienst für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe wurde nicht beeinträchtigt. Jedoch kam es im Krankentransport zu längeren Wartezeiten für Heim- oder Rücktransporte. 
Organisatorischer Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Carsten Blümle lobte die „gute Zusammenarbeit“ mit den Hilfskräften. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes davon vier Notärzte, mit 15 Rettungstransportwagen, vier Krankentransportwagen, drei Notfalleinsatzfahrzeuge, der Rettungshubschrauber Christoph 43 am Unfallort.Die Unfallursache ist derzeit noch nicht bekannt, laut Dr. Walter Casazza, Leiter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK). Jedoch steht fest, dass die Weichenstellung korrekt funktioniert hat. Der Unfalldatenschreiber der Bahnen wird noch ausgewertet und den Unfallhergang rekonstruiert. Die Unglücksstelle ist derzeit noch abgesperrt und der Straßenbahnverkehr wird über die Karlstraße und Rüppurrerstraße umgeleitet. Die Bergungsmaßnahmen der Bahnen werden bis in die Abendstunden andauern, die Sperrung der Straße bleibt bis mindestens 20 Uhr bestehen. „Es war der schlimmste Straßenbahnunfall in den letzten Jahren“, so Polizeisprecher Roland Lay. Auch aus der Sicht des Deutschen Roten Kreuzes.
Quelle: http://drk-karlsruhe.de

